TÄTIGKEITSBERICHT 2019 - Afrikakulturinstitut

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TÄTIGKEITSBERICHT 2019

News
 
Tätigkeitsbericht 2019

BMZ/GIZ und AKI Klinikpartnerschaftsprojekt in Ghana

- Partner stärken Gesundheit -

Die positive Entwicklung der afrikanischen Gesellschaft und Wirtschaft hat dazu geführt, dass durch den veränderten Lebensstil und  Klimawandel zunehmend Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Fettleibigkeit auftreten. Viele Menschen haben keine Möglichkeit sich ärztlich bzw. vorsorglich untersuchen zu lassen um eine Diagnose für ihre Beschwerden zu bekommen. Herzerkrankungen, Brust-, Leber- und Bauchspeicheldrüsenkrebs werden zu spät diagnostiziert.
Ein Teil der Bewohner sehen Herz-, Krebserkrankungen, Schlaganfall als nicht vorhersehbare, hinzunehmende Schicksalsschläge an. Deshalb ist ihnen nicht bewusst, dass Vorsorgeuntersuchungen der richtige Weg zur Früherkennung und Behandlung solcher schicksalhaften, fatalen Erkrankungen sind. Häufig führen auch einfach behandelbare Herz-kreislaufkrankheiten ohne Behandlung zu ernsthaften chronischen Zuständen, Invalidität, Arbeitsunfähigkeit, Armut und Frühsterblichkeit.
Das Schicksal der Kinder mit rheumatischer Herzerkrankung ist abhängig von Früherkennung und –Behandlung durch  sekundär Prophylaxe durchgeführt durch ein gutes staatliches Gesundheitssystem.
Über 3.4 Millionen Kinder in Sub-Sahara-Afrika leben mit angeborenen Herzfehlern. Davon benötigen 2.6 Millionen dringend lebensrettende Operationen. 48% der Kinder mit angeborenen Herzfehlern sterben vor dem Erreichen ihres ersten Geburtstages, weil sie kardiologisch-konservativ unterversorgt sind und nur 0.5 – 3.4%  operiert werden können. Wenn diese Menschen mit angeborenen Herzfehlern überhaupt das Erwachsenenalter erreichen, sind sie zu 70% häufiger vom Herzversagen mit plötzlichem Tot bedroht als die nicht betroffene Bevölkerung. Dies gilt insbesondere für Schwangere mit angeborenen Herzfehlern, prä- und postnatal. Ohne frühzeitige Behandlung sind sie vom Herzversagen bedroht.
Das Afrika Kulturinstitut hat sich zur Aufgabe gemacht, Diagnostik und Therapie der Kinder mit angeborenen Herzfehlern in Afrika zu ermöglichen.
Das Afrika Kulturinstitut (AKI) e.V. wurde von der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) – dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) beauftragt durch interdisziplinäre Zusammenarbeit eine nachhaltige klinische Infrastruktur und fachliche Kapazität in Ultraschalldiagnostik, Intensivkardiologische Medizin und digitalisierte Dokumentation (Picture Archiving and Communication System- PACS Bilderarchivierung) im Cape Coast Teaching Hospital, Ghana, Westafrika aufzubauen.

Partner des Afrika Kulturinstitut eV                                                  
Deutsches Herzzentrum Berlin (Prof. Dr. Volkmar Falk, Ärztlicher Direktor, DHZB, Direktor, Kliniken für Herz-,Thorax und Gefäßchirurgie, DHZB und Charité, Universitätsmedizin, Prof. Dr. Felix Berger, Direktor, Kliniken für Angeb. Herzfehler und Kinderkardiologie, DHZB und Charité, Universitätsmedizin, Prof. Dr. Burkert Pieske, Direktor, Medizinische Klinik m.S. Kardiologie, Charité, Universitätsmedizin, DHZB), Universitätsklinikum Erlangen, Abteilung Kinderkardiologie (Prof. Dr. Sven Dittrich, Direktor) und Kinderkardiologische Praxis Berlin (Dr. Andreas Kästner). 
 
Das Team: Tutoren/Ausbilder/innen                                                                                                                                                                                 
Direktor des Klinikpartnerschaftsprogrammes: Prof. Dr. Charles Yankah.

Consultant Cardiologists (Oberärzte/innen, Chefarzt)                                           
Dr. Ekaterina Ivanitskaia-Kühn, Abtl. Anästhesiologie und Intensivmedizin, Herzzentrum Coswig, Dr. Ulrike Doll, Universitätsklinikum Erlangen, Abteilung Kinderkardiologie, Dr. Himal Dama, Lenmed Ethekwini Hospital & Heart Centre, Durban, Dr. Henning Kühn, Chefarzt, Innere Medizin und Kardiologie, Thüringen-Kliniken, Saalfeld, Dr. Ebrahim Hoosen, Aibert Luthuli Central Hospital, Durban, Dr. Andreas Kaestner, Kinderkardiologische Praxis, Berlin, Dr. Lisa-Maria Rosenthal, Klinik für Angeb. Herzfehler und Kinderkardiologie, Deutsches Herzzentrum Berlin, Dr. Robert Wetzstein, Bundeswehrkrankenhaus, Berlin, Dr. Nana-Akyaa Yao, Dept of Paediatrics & Child Health, Korle Bu Teaching Hospital, Accra, Dr. Mustafa Yigitbasi, Kliniken für Angeb. Herzfehler und Kinderkardiologie, Deutsches Herzzentrum Berlin und Prof. Christine Yuko-Jowi, University of Nairobi, Dept of Paediatrics & Child Health, Nairobi,                                                                                                                                                                                        
Consultant Anaesthetist, Critical Care Physician;                                      
Dr. Rainer Kuhly, Abtl. Anästhesiologie, Charité, Universitätsmedizin Berlin
                                                                                                               
Intensivpflegeschwestern/Critical Care Nurses                                                                                
Constanze Buenner, Charité, Universitätsmedizin und Carolin Burschberg, Charité, Universitätsmedizin,  
                                         
Informationstechnik System- und Netzwerkadministrator (IT)                  
Philipp Krüger, Deutsches Herzzentrum Berlin.
 
Das medizinische Team setzt sich zusammen aus Spezialisten aus Deutschland, Kenya und Südafrika. Die Ärzte, Krankenschwestern und IT Manager führen diese wichtigen Projekte während ihrer Urlaubs- und Freizeit aus, setzen ihr „know-how“ selbstlos ein, bringen medizinische Geräte aus Spendenmitteln auf, untersuchen und behandeln die Patienten kostenfrei. 

Localer Partner:
Cape Coast Teaching Hospital, Cape Coast, Central Region, Ghana (Ag. CEO, Dr. Eric Ngyedu): Bei der Planung und Durchführung des Projektes werden folgende Mitarbeiter des Krankenhauses einbezogen: Kurs-Koordinatorin, Projekt-Assistenten/innen, Schreibkraft, IT Manager, Leiter der Inneren- und Kinderabteilungen, der Radiologie, der Intensivpflegestation und nationale Koordinatorin für spezielle Aufgaben außerhalb des Krankenhauses.

Auszubildende in Echokardiographie:
13 einheimische Ärzte aus sechs Regionalem Krankenhäusern, zwei Ärzte aus Nigeria und zwei Kinderkrankenschwestern. Vor diesem Ausbildungsprogramm (2018) verfügte Ghana lediglich über 15 Kardiologen bei einer Bevölkerung von 30 Millionen.

Inhaltliche Schwerpunkte der Zusammenarbeit.
Erlenen der Ultraschalldiagnostik, Intensivmedizin und Verbesserung der Infrastruktur und Patientenversorgung: Logistik und Organization, Digitalisierung des Gesundheitssystems, inklusiv der Versorgungskette.
Zeitplan
26-31 May 2019
15 - 21 September 2019
25-29 November 2019
2-5 März 2020
Konzept: Das Konzept sollte multikulturelle Ansichten berücksichtigen und offen sein für Wissenstransfer und interaktive Diskussionen über die Einbeziehung konkurrierender Schwerpunkte des jeweiligen Gesundheitssystems.    
Zweck und Ziele: Unser Projekt ist Hilfe zur Selbsthilfe. In diesem Sinne stellt der lokale Partner in Ghana seine vorhandenen Einrichtungen für die medizinische Tätigkeit zur Verfügung. Süd-Süd Entwicklungs-kooperation während des Projektes zu entwickeln und zu fördern.              
Abteilungen für die partnerschaftliche Zusammenarbeit im Cape Coast Teaching Hospital:Training Centre for Echocardiography (eingeweiht im Mai 2019, Direktor, Prof. Dr. Charles Yankah), Intensivpflegestation und  ICT Abteilung.   
https://youtu.be/J2IkFZ_cFsQ

https://www.gbcghanaonline.com/news/cape-coast-teaching-hospital-gets-echocardiography-training-centre/2019/
Projektlaufzeit: Bis März 2020 wurden vier Einsätze (2019: Mai, September, November 2019, 2020: März) durchgeführt.
                                             
 
 
 
 
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